Philosoph Henrik Jäger über chinesische Philosophie #24

Henrik Jäger hat in Freiburg, Taipeh und München Sinologie, Philosophie und Japanologie studiert und lehrt derzeit an der Philosophischen Fakultät der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Bereich chinesischer Philosophie.

In der 24. Episode des Narabo-Podcasts geht es um interkulturelle Philosophie am Beispiel der chinesischen Philosophie. Der Schwerpunkt liegt auf Fragen der Didaktik, also wie wir Philosophie aus anderen Kulturen verstehen und lernen können. Darüber hinaus werden Aspekte des Kolonialismus in der Rezeption chinesischer Philosophie durch europäische Philosophie thematisiert.

Wir bedanken uns herzlich für das Zuhören und Anschauen! Narabo, der Podcast und weitere Projekte sind für uns nur durch deine Unterstützung möglich. Narabo erhält kein Sponsoring und schaltet keine Werbung. Um unsere Arbeit fortführen zu können, stützen wir uns auf Spenden von unseren Zuhörer*innen und Leser*innen. Hier kannst du uns einen Kaffee spendieren.

Frage Zeit
Möchten Sie sich zu Beginn kurz vorstellen? 00:32 – 01:05
Wie kam es, dass Sie Sinologie, Philosophie und Japanologie studiert haben? 01:06 – 01:51
Wie ging Ihr Werdegang nach Ihrem Studium weiter? 01:52 – 02:56
Was ist die Idee hinter Ihrer Lesebuchreihe zur chinesischen Philosophie? 02:46 – 03:52
Welche Themen interessieren Sie besonders? 03:53 – 06:09
Wenn Sie Ihren Studierenden einen ersten Überblick zur chinesischen Philosophie vermitteln, wie sieht dieser aus? 06:10 – 07:52
Was kann man sich unter chinesischer Philosophie vorstellen? 07:53 – 10:28
Eine grundsätzliche Frage der interkulturellen Philosophie ist, inwiefern man sich anderen Denkweisen, Traditionen und Begriffen überhaupt annähern kann, ohne sie einfach auf das je Bekannte zu beziehen. Wie gehen Sie damit um, wenn sie chinesische Philosophie an einer deutschen Universität lehren? 10:29 – 12:45
Unterscheidet sich das Verständnis chinesischer Philosophie von Chines*innen selbst im Vergleich zu z.B. dem von Europäer*innen? 12:46 – 16:29
Die -ismen „Daoismus“, „Konfuzianismus“ usw. sind bekanntlich westliche Erfindungen und keine chinesischen Selbstbezeichnungen. Inwiefern ist das für unser Verständnis der chinesischen Philosophie ein Problem? 16:30 – 17:59
Der chinesische Philosoph Min OuYang argumentiert dafür, nicht von chinesischer Philosophie, sondern von Sinosophie zu sprechen, da wir sonst chinesische Traditionen durch die Brille der abendländischen Traditionen verformen würden. Würden Sie dem zustimmen? 18:00 – 21:21
Die chinesische Sprache unterscheidet sich drastisch von europäischen Sprachen. Inwiefern spielt das eine Rolle für die philosophische Auseinandersetzung, wenn man bspw. nur auf Übersetzungen zurückgreifen kann. 21:22 – 22:18
Warum wird die wachsende Bedeutung Chinas Tag für Tag beschworen – in Medien, Politik, Wirtschaft, militärischem Gewicht – spielt aber in der Philosophie überhaupt keine Rolle? 22:19 – 26:45
Was ist Ihrer Meinung nach ein schwerer Irrtum bzgl. der chinesischen Philosophie, der z.B. an deutschen Universitäten oder der deutschen Öffentlichkeit verbreitet ist? 26:46 – 30:12
Möchten Sie zu dem Thema ›chinesische Philosophie‹ noch etwas von sich aus sagen? 30:13 – 33:19
Welche Persönlichkeiten haben Sie besonders inspiriert und geprägt? 33:20 – 34:47
Wenn Sie nur ein Buch nennen können, welches würden Sie nennen? 34:48 – 38:03
Möchten Sie von sich aus noch etwas sagen? 38:04 – Ende

Zeen is a next generation WordPress theme. It’s powerful, beautifully designed and comes with everything you need to engage your visitors and increase conversions.

Weitere Beiträge
Anne Eusterschulte – Relevanz der Philosophie in der heutigen Zeit #12